Mieterhöhung in Hessen

Wie viel darf die Miete in Hessen erhöht werden?

In Hessen gilt eine Kappungsgrenze von 15 % in drei Jahren (§ 558 BGB) — abgesenkt in 49 Gemeinden mit angespanntem Wohnungsmarkt. Zusätzlich gilt eine Sperrfrist von 15 Monaten seit Einzug oder letzter Erhöhung, und die neue Miete darf die ortsübliche Vergleichsmiete nicht überschreiten. Hessen führt 49 Kommunen mit abgesenkter Kappungsgrenze (15 %) — darunter das gesamte Rhein-Main-Gebiet, Mittelhessen und Nordhessen. Frankfurt, Wiesbaden und Kassel haben qualifizierte Mietspiegel als Referenz für Mieterhöhungen.

Rechtsgrundlage: § 558 BGB

Häufig gestellte Fragen

Welche Kappungsgrenze gilt in Hessen?

In Hessen gilt die abgesenkte Kappungsgrenze von 15 % über 3 Jahre in 49 ausgewiesenen Gemeinden mit angespanntem Wohnungsmarkt. In allen anderen Gemeinden gilt die Standard-Kappung von 20 % nach § 558 BGB.

Wie oft darf die Miete in Hessen erhöht werden?

Bundeseinheitlich nach § 558 BGB: Frühestens 15 Monate nach Einzug oder nach der letzten Mieterhöhung. Das Erhöhungsverlangen selbst muss mindestens 12 Monate nach der letzten Anpassung verschickt werden. Diese Sperrfrist gilt auch in Hessen.

Wo finde ich die ortsübliche Vergleichsmiete in Hessen?

In Hessen liegen qualifizierte Mietspiegel für Frankfurt am Main, Wiesbaden, Darmstadt, Kassel vor — sie sind rechtsverbindlich. In Gemeinden ohne Mietspiegel sind drei vergleichbare Wohnungen oder ein Sachverständigengutachten zulässig.

Muss der Mieter in Hessen der Erhöhung zustimmen?

Ja — eine Mieterhöhung nach § 558 BGB ist bundesweit ein Zustimmungsverlangen, kein einseitiger Schritt. Der Mieter hat eine Überlegungsfrist bis zum Ablauf des zweiten Monats nach Zugang des Schreibens. Stimmt er nicht zu, kann der Vermieter binnen weiterer drei Monate auf Zustimmung klagen.

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