Mieterhöhung in Rheinland-Pfalz

Wie viel darf die Miete in Rheinland-Pfalz erhöht werden?

In Rheinland-Pfalz gilt eine Kappungsgrenze von 15 % in drei Jahren (§ 558 BGB) — abgesenkt in 22 Gemeinden mit angespanntem Wohnungsmarkt. Zusätzlich gilt eine Sperrfrist von 15 Monaten seit Einzug oder letzter Erhöhung, und die neue Miete darf die ortsübliche Vergleichsmiete nicht überschreiten. Rheinland-Pfalz führt 22 Kommunen mit abgesenkter Kappungsgrenze — primär in der Rheinschiene und um Frankfurter Pendlerströme. Mainz, Ludwigshafen und Trier haben qualifizierte Mietspiegel.

Rechtsgrundlage: § 558 BGB

Häufig gestellte Fragen

Welche Kappungsgrenze gilt in Rheinland-Pfalz?

In Rheinland-Pfalz gilt die abgesenkte Kappungsgrenze von 15 % über 3 Jahre in 22 ausgewiesenen Gemeinden mit angespanntem Wohnungsmarkt. In allen anderen Gemeinden gilt die Standard-Kappung von 20 % nach § 558 BGB.

Wie oft darf die Miete in Rheinland-Pfalz erhöht werden?

Bundeseinheitlich nach § 558 BGB: Frühestens 15 Monate nach Einzug oder nach der letzten Mieterhöhung. Das Erhöhungsverlangen selbst muss mindestens 12 Monate nach der letzten Anpassung verschickt werden. Diese Sperrfrist gilt auch in Rheinland-Pfalz.

Wo finde ich die ortsübliche Vergleichsmiete in Rheinland-Pfalz?

In Rheinland-Pfalz liegen qualifizierte Mietspiegel für Mainz, Ludwigshafen, Trier vor — sie sind rechtsverbindlich. In Gemeinden ohne Mietspiegel sind drei vergleichbare Wohnungen oder ein Sachverständigengutachten zulässig.

Muss der Mieter in Rheinland-Pfalz der Erhöhung zustimmen?

Ja — eine Mieterhöhung nach § 558 BGB ist bundesweit ein Zustimmungsverlangen, kein einseitiger Schritt. Der Mieter hat eine Überlegungsfrist bis zum Ablauf des zweiten Monats nach Zugang des Schreibens. Stimmt er nicht zu, kann der Vermieter binnen weiterer drei Monate auf Zustimmung klagen.

Weiter zu