Kaufnebenkosten in Hamburg

Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Hamburg?

Beim Immobilienkauf in Hamburg fallen 5,5 % Grunderwerbsteuer an, dazu 1,5 % Notar und 0,5 % Grundbuch. Mit dem Käuferanteil der Maklerprovision von 3,57 % summieren sich die Nebenkosten auf rund 11,07 % des Kaufpreises. Hamburg hat die Grunderwerbsteuer 2023 von 4,5 % auf 5,5 % erhöht und liegt damit knapp über dem Bundesschnitt. Bei den hohen Hamburger Kaufpreisen führt jeder zusätzliche Prozentpunkt zu erheblichen Mehrkosten — bei 700.000 € Kaufpreis sind 5,5 % bereits 38.500 € allein an Grunderwerbsteuer.

Rechtsgrundlage: GrEStG, GNotKG, § 656c BGB

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Hamburg?

Die Grunderwerbsteuer in Hamburg beträgt aktuell 5,5 % vom Kaufpreis. Sie wird durch Landesgesetz festgelegt und vor der Grundbucheintragung fällig — der Notar wartet auf die Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts.

Wer zahlt den Makler beim Wohnungskauf in Hamburg?

Bundeseinheitlich gilt seit dem 23.12.2020 nach § 656c und § 656d BGB das Hälfteteilungsprinzip für selbstgenutzte Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser: Käufer und Verkäufer zahlen je 50 %. Bei Anlageobjekten oder Gewerbeimmobilien ist freie Vereinbarung möglich — auch in Hamburg.

Wie viel Eigenkapital sollte ich in Hamburg für die Nebenkosten zurücklegen?

Banken erwarten, dass mindestens die Kaufnebenkosten aus eigenen Mitteln gezahlt werden — in Hamburg also rund 11,07 % vom Kaufpreis. Bei 400.000 € Kaufpreis entspricht das ca. 44.280 €. Für eine 80-%-Finanzierung sind weitere 20 % Eigenkapital ratsam.

Sind die Kaufnebenkosten in Hamburg steuerlich absetzbar?

Bei Eigennutzung leider nicht. Bei Vermietung gehören Notarkosten, Grundbuchgebühren, Grunderwerbsteuer und Makler zu den Anschaffungsnebenkosten und werden über die AfA des Gebäudes (i.d.R. 50 Jahre bei Bauten ab 2023) abgeschrieben — als Werbungskosten in der Steuererklärung absetzbar.

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