Die durchschnittliche Bruttomietrendite in Berlin liegt bei 3,30 %, der Kaufpreisfaktor bei 30,3 Jahreskaltmieten — im Bundesvergleich niedrig. Berlin bietet im Mittel 3,3 % Bruttomietrendite. Die Innenstadt-Bezirke (Mitte, Prenzlauer Berg) liegen unter 3,2 % — am Stadtrand und in den DDR-Plattenbau-Bezirken sind 4–5 % erreichbar. Berlin-Brandenburg-Speckgürtel-Investoren zielen oft auf Brandenburg.
Rechtsgrundlage: Bruttomietrendite = Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis
Für Berlin ist eine Bruttorendite von 3 % im Bundesvergleich niedrig. Generell gelten 4 % als solide, ab 5 % als gut, ab 6 % als sehr gut — kombiniert mit moderaten Standort-Risiken. Premium-Lagen wie München, Hamburg oder Frankfurt haben strukturell niedrigere Renditen bei höherem Wertzuwachs-Potenzial.
Der Kaufpreisfaktor (Vervielfältiger) gibt an, wie viele Jahreskaltmieten der Kaufpreis entspricht. Bei 30 amortisiert sich der Kaufpreis allein aus Mieteinnahmen nach 30 Jahren (ohne Kosten). Werte unter 20 gelten als günstig, 20–25 marktüblich, über 25 als teuer.
Für die Nettomietrendite müssen Kaufnebenkosten (in Berlin typisch 9–13 % vom Kaufpreis), nicht-umlagefähige Bewirtschaftungskosten (Verwaltung, Instandhaltungsrücklage, Mietausfall) und Bankkosten abgezogen werden. Die Nettorendite liegt typisch 1–1,5 Prozentpunkte unter der Bruttorendite.
In Berlin bieten Marzahn-Hellersdorf (5 %) und Neukölln (4 %) die höchsten Bruttomietrenditen. Wichtig: Hohe Renditen gehen oft mit höheren Standort-Risiken (Leerstand, schwache Demografie) einher — vor Kauf gründliche Mikro-Lage-Analyse.