Die durchschnittliche Bruttomietrendite in Thüringen liegt bei 5,80 %, der Kaufpreisfaktor bei 17,2 Jahreskaltmieten — im Bundesvergleich gut. Thüringen bietet 5,8 % durchschnittliche Bruttomietrendite. Gera und Suhl erreichen über 7 % bei sehr niedrigen Kaufpreisen — Jena dagegen ist als Universitäts- und Schott-/Carl-Zeiss-Standort teurer und wertstabiler.
Rechtsgrundlage: Bruttomietrendite = Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis
Für Thüringen ist eine Bruttorendite von 6 % im Bundesvergleich gut. Generell gelten 4 % als solide, ab 5 % als gut, ab 6 % als sehr gut — kombiniert mit moderaten Standort-Risiken. Premium-Lagen wie München, Hamburg oder Frankfurt haben strukturell niedrigere Renditen bei höherem Wertzuwachs-Potenzial.
Der Kaufpreisfaktor (Vervielfältiger) gibt an, wie viele Jahreskaltmieten der Kaufpreis entspricht. Bei 17 amortisiert sich der Kaufpreis allein aus Mieteinnahmen nach 17 Jahren (ohne Kosten). Werte unter 20 gelten als günstig, 20–25 marktüblich, über 25 als teuer.
Für die Nettomietrendite müssen Kaufnebenkosten (in Thüringen typisch 9–13 % vom Kaufpreis), nicht-umlagefähige Bewirtschaftungskosten (Verwaltung, Instandhaltungsrücklage, Mietausfall) und Bankkosten abgezogen werden. Die Nettorendite liegt typisch 1–1,5 Prozentpunkte unter der Bruttorendite.
In Thüringen bieten Gera (7 %) und Erfurt (5 %) die höchsten Bruttomietrenditen. Wichtig: Hohe Renditen gehen oft mit höheren Standort-Risiken (Leerstand, schwache Demografie) einher — vor Kauf gründliche Mikro-Lage-Analyse.