In Berlin liegt die Bruttomietrendite bei 2,57 % — bei einem Kaufpreis von 6.900 €/m² und einer Kaltmiete von 14,80 €/m². Der Kaufpreisfaktor beträgt 38,90 Jahreskaltmieten. Für die Nettorendite sind Kaufnebenkosten und nicht umlagefähige Bewirtschaftungskosten abzuziehen, typisch 1 bis 1,5 Prozentpunkte.
Rechtsgrundlage: Bruttomietrendite = Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis
Für Berlin ist diese Bruttorendite niedrig. Generell gelten 4 % als solide, ab 5 % als gut, ab 6 % als sehr gut. Großstädte wie Berlin haben strukturell niedrigere Renditen bei höherem Wertzuwachs-Potenzial.
Der Kaufpreisfaktor (Vervielfältiger) gibt an, wie viele Jahreskaltmieten der Kaufpreis entspricht. Bei 38,90 amortisiert sich der Kaufpreis allein aus Mieteinnahmen nach 38,90 Jahren (ohne Kosten). Werte unter 20 gelten als günstig, 20–25 marktüblich, über 25 als teuer.
In Berlin bietet Mitte mit 3,22 % die höchste Bruttorendite — wegen niedrigerer Kaufpreise bei stabilen Mieten. Premium-Lagen wie Marzahn-Hellersdorf (1,70 %) sind Wertentwicklungs-Investments.
Für die Nettomietrendite müssen Kaufnebenkosten (in Berlin typisch 9–13 % vom Kaufpreis), nicht-umlagefähige Bewirtschaftungskosten (Verwaltung, Instandhaltungsrücklage, Mietausfall) und Bankkosten abgezogen werden. Die Nettorendite liegt typisch 1–1,5 Prozentpunkte unter der Bruttorendite.